Diese Frage führte uns im Februar 2026 an die renommierte Instrumentenbauschule Mittenwald – einen Ort, mit dem mich persönlich viel verbindet. Denn hier habe ich einst das Handwerk des Gitarrenbaus erlernt.
Im Mittelpunkt unserer Untersuchung standen zwei sorgfältig gebaute Akustikgitarren. Beide entstanden aus denselben Holzstücken, mit identischen Abmessungen und einer möglichst gleichen Konstruktion. Der einzige wesentliche Unterschied: Eine der beiden Gitarren war mit meiner Comfortwave ausgestattet – einer dreidimensional geformten Zargengeometrie, die den Zugang zu den hohen Bünden erleichtert, ohne einen klassischen Cutaway zu benötigen.
Um herauszufinden, ob diese besondere Form den Klang beeinflusst, brachten wir die beiden Instrumente in den beeindruckenden schalltoten Raum der Schule. Umgeben von tiefen, schallabsorbierenden Keilen verschwinden dort nahezu sämtliche Schallreflexionen. Eine außergewöhnliche Umgebung, in der eine Gitarre ganz anders klingt, als wir es gewohnt sind.
Mit präzisen Messungen verglichen wir die Hauptresonanzen und Frequenzverläufe der beiden Instrumente. Anschließend brachte Gitarrist Manuel Randi die Gitarren zum Klingen. Er spielte auf beiden Instrumenten dieselben musikalischen Passagen, mit möglichst gleicher Dynamik und Intensität.
Zum Abschluss hörten Schülerinnen, Schüler und Fachlehrer der Instrumentenbauschule die Aufnahmen in einem Blindhörtest – ohne zu wissen, welche Gitarre mit der Comfortwave ausgestattet war.
Das Ergebnis war ebenso erfreulich wie aufschlussreich: Im Rahmen unserer Messungen und Hörtests konnten keine wesentlichen klanglichen Unterschiede festgestellt werden. Beide Instrumente zeigten nahezu identische Resonanzeigenschaften sowie eine vergleichbare Dynamik und Klangcharakteristik.
Für mich ist dieses Ergebnis eine wichtige Bestätigung einer Idee, die mich seit der Entwicklung der Comfortwave begleitet: mehr Spielkomfort, ohne wahrnehmbare klangliche Kompromisse.
Mein herzlicher Dank gilt der Instrumentenbauschule Mittenwald, ihren Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern für die Gastfreundschaft und ihre Mitwirkung. Ebenso danke ich Manuel Randi für seinen feinfühligen und präzisen musikalischen Beitrag, Helmuth Frisch von GuitarSoundDesign für seine wertvolle Unterstützung und FREIUNDZEIT für die kreative Begleitung und Zusammenarbeit.
Es war ein besonderer Tag voller Begegnungen, neuer Erkenntnisse und spannender Klangerlebnisse – und ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung von Thom Orgler Guitars.

