Ein Gitarrist spielt eine Thom Orgler Latemar Akustikgitarre (PU-Hochglanzfinish, Smokegrain) im Freien in den Dolomiten. Mit geschlossenen Augen genießt er sein Spiel.

A Late Summer Dream: Das Making-of

Das Video entstand in den frühen Morgenstunden am Fuße des Latemarmassivs. Eine feine Reifschicht überzog die Landschaft, während das sanfte Licht der Morgendämmerung den Wald in eine schimmernde, beinahe magische Kulisse verwandelte.

Eine tiefe, beinahe magische Stille lag über dem Wald, als würden die Berge selbst den Atem anhalten. Sogar die Hirsche, mitten in der Brunftzeit, verstummten, als würde der Wald der Musik lauschen. Obwohl die Aufnahmen im Playback entstanden, schienen die Berge und das stille Tal die Musik mit jeder Einstellung widerhallen zu lassen.

Die Komposition des außergewöhnlichen Gitarristen und Komponisten Manuel Randi fand in dieser sagenumwobenen, geschichtsträchtigen Landschaft ihren perfekten Platz. Manuels herausragendes musikalisches Können und seine tiefe Verbundenheit mit dem Instrument erweckten jede musikalische Phrase zum Leben. So entstand ein Stück, das die Seele der Latemar-Gitarre auf besondere Weise widerspiegelt.

Bei der Entstehung des Stücks war die Landschaft eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Die stille Schönheit der Berge, der zarte Reif und das sanfte Licht des Morgens beeinflussten jede musikalische Phrase und ließen eine Melodie entstehen, die das Wesen dieser Umgebung einfängt. Auch während der Dreharbeiten wurde das Stück immer wieder am Drehort abgespielt, sodass sich die besondere Atmosphäre der Natur mit der Musik verbinden konnte.

Das Ergebnis ist nicht nur eine Hommage an das Instrument und seinen Ursprung, sondern auch ein Zeugnis von Manuels außergewöhnlicher Begabung und seinem Feingefühl als Komponist – eine Würdigung der untrennbaren Verbindung zwischen Musik, Holz und dem Licht der Berge.

Weitere Informationen:
Dieses Video entstand im Rahmen einer Produktion von Freiundzeit – ein besonderer Dank gilt dem Team für die kreative Zusammenarbeit und das große Engagement.

Die Tonaufnahmen fanden im Mountainbluesstudio und in der Tonstube statt. Die inspirierende Atmosphäre und die hervorragenden technischen Möglichkeiten beider Studios trugen dazu bei, den wahren Charakter dieses Musikstücks einzufangen.

Der Südtiroler Gitarrenbauer Thom Orgler begutachtet eine Fichte in einem verschneiten Wald, um das passende Tonholz für seine handgefertigten Gitarren auszuwählen.

Vom Wald in die Zukunft: Die Suche nach dem perfekten Baum

Die Suche nach dem perfekten Baum ist alles andere als einfach. Bei diesem anspruchsvollen Auswahlprozess spielen viele verschiedene Faktoren eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich müssen die Bäume ein Alter von mindestens 200 Jahren erreicht haben. Um so alt zu werden und über einen derart langen Zeitraum gesund zu bleiben, sollten sie in einer Höhenlage von rund 1.400 Metern über dem Meeresspiegel wachsen.

Ein Arbeiter im Sägewerk misst und richtet auf dem Förderband einen mit Reif bedeckten Fichtenstamm aus, um daraus Tonholz im Viertelschnitt für Gitarren zu schneiden.

Möglichkeiten formen: Die Arbeit im Sägewerk

Die Entscheidung, wo der erste Schnitt gesetzt wird, ist ein entscheidender und spannender Moment. Er bestimmt den Verlauf des gesamten Sägeprozesses und erfordert höchste Konzentration und Präzision.

Ein Förster setzt mit der Motorsäge den ersten Schnitt an einen Fichtenstamm – kontrollierte winterliche Holzernte für Tonholz, während im Südtiroler Wald Sägespäne durch die Luft fliegen.

Die Kunst des ersten Schnitts: Die Fällung des Baumes

Es war der 27. Dezember, drei Tage vor Neumond – ein klarer, kalter Wintertag, perfekt für das, was uns bevorstand. Alle warteten gespannt auf den Moment, in dem die Motorsäge zum ersten Mal aufheulen würde.